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Neuer Schulstandort

Campus Struenseestraße

Was entsteht hier?

Der Schulcampus Struenseestraße ist eines der größten und ambitioniertesten Bauvorhaben, das derzeit im Hamburger Schulbau realisiert wird. Auf dem rund 28.500 Quadratmeter großen Schulgrundstück errichtet SBH | Schulbau Hamburg im Auftrag der Behörde für Schule und Berufsbildung drei neue Schulen mit Platz für über 2.000 Schülerinnen und Schüler und 250 Lehrkräfte. Das 4,5-zügige Struensee-Gymnasium, das 3 bis 4-zügige Deutsch-Französische Gymnasium und die 4-zügige Ganztagsschule An der Elbe. Von zentraler Bedeutung für den Schulcampus Struenseestraße sind die Gemeinschafts- und Ganztagesflächen, die zukünftig als „Herz“ des neuen Schulcampus fungieren sollen.

Daneben entsteht im Auftrag des Bezirksamts Altona ein neuer Jugendclub für das Quartier.

Vergabeverfahren abgeschlossen

Im März 2022 hat die Freie und Hansestadt Hamburg das Vergabeverfahren abgeschlossen und eine Arbeitsgemeinschaft aus dem Hamburger Unternehmen Otto Wulff und dem Bauunternehmen Züblin AG als Generalübernehmer beauftragt. Beide Unternehmen verantworten gemeinsam die Fertigstellung der Planung und den anschließenden Bau. Der ambitionierte Terminplan sieht weiterhin eine Fertigstellung zum Schuljahr 2025/2026 vor.

Um einen sicheren Bauablauf zu gewährleisten, wurde ein Vergabeverfahren zur Auswahl eines sogenannten Generalübernehmers ausgelobt, der die weiteren Planungs- und die Bauleistungen vollumfänglich erbringt. Im Laufe dieses Verfahrens hatte ein Bieter den Vorschlag unterbreitet, einen Teil der Gebäude geringfügig zu verschieben, um eine technisch aufwändige Überbauung des vorhandenen S-Bahntunnels unter dem Grundstück zu vermeiden. Dieser Vorschlag hat sich nach Prüfung durch SBH sowohl als wirtschaftlich günstiger als auch als einfacher und zeitlich schneller realisierbar herausgestellt als eine Überbauung des Tunnels.

Abgeschlossen sind auch die Ausarbeitung der detaillierten Gebäudeplanung in der so genannten Leistungsphase 3 sowie das Baugenehmigungs- bzw. Zustimmungsverfahren.

Im Juni hat SBH | Schulbau Hamburg zusammen mit dem Schulsenator die Musterfassade präsentiert. Außerdem haben je zwei Schüler*innen der drei Schulen Zeitkapseln versenkt.

Die nächsten Schritte

Auf der Baustelle wird aktuell am Unter- und Erdgeschoss des Gymnasiumteils in Richtung Osten hin zum ATV gebaut. Parallel laufen die Arbeiten am Gebäude der Ganztagsschule (auf dem Foto nicht zu sehen).

Auf dem Bild ist der aktuelle Stand vom Campus Struenseestraße von Februar 2024 zu sehen.  Zurzeit werden das Untergeschoss und das Erdgeschoss des Gymnasiumteils gebaut. Im Untergeschoss wird sich später auch die Mensa befinden. (Foto: SBH | Schulbau Hamburg / OTTO WULFF)

Zeitkapsel entdeckt!

Bei bisherigen Arbeiten zum Bodenmanagement und der Herstellung der Kampfmittelfreiheit wurden erhebliche Funde eines Keramik-Handwerkbetriebes aus dem 17. Jahrhundert und einer ehemaligen Fayence-Manufaktur aus dem 18. Jahrhundert freigelegt und gesichert.

Zudem wurden zwei Zeitkapseln aus den alten Fundamenten der ehemaligen Schulgebäude geborgen. Die Erste war mit Dokumenten des Altonaischen Unterstützungsinstituts (AUI) von 1858 gefüllt. Die zweite Kapsel dokumentiert den Tag der Grundsteinlegung der ehemaligen Volksschule Struenseestraße im April 1960.

Städtebauliche Planung

Ein Projekt dieser Größenordnung zu realisieren, erfordert eine abgestufte Planung. Bereits abgeschlossen ist die städtebauliche Planung. In diesem Verfahren wurden die Lage und die grundsätzliche Form – die “Kubatur” – der zukünftigen Gebäude auf dem Grundstück festgelegt, aber beispielsweise auch die Verkehrsanbindung und die grundsätzliche Gestaltung der Freiräume. Eine Jury hat aus sechs Vorschlägen drei Siegerentwürfe ausgewählt, die die Grundlage für den folgenden Architekturwettbewerb bildeten.

Ende November 2018 fand die erste Preisgerichtssitzung zum hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb statt. Hier wurden Ideen für die konkrete Architektur der zukünftigen Gebäude gesucht. Eine zweite Sitzung fand Ende März statt. Die Jury hat sich für den Entwurf des Architekturbüros Rohdecan Architekten GmbH und des Planungsbüros für Freianlagen QUERFELD EINS (beide  aus Dresden) entschieden. Den zweiten Platz belegte der Entwurf von Spengler & Wiescholek Architekten und den dritten Platz Coido Architects & Nova 5 Arkitekter. In die anschließenden Planungen zwischen Architekturbüro und SBH | Schulbau Hamburg wurden auch die Schulen eingebunden.

Zwischenlösung für die Schulen

Durch die umfangreichen Baumaßnahmen war es erforderlich, den Schulbetrieb des Struensee Gymnasiums übergangsweise zu verlagern. Dafür steht bis zum Ende der Baumaßnahmen der Schulstandort Wohlwillstraße zur Verfügung. Er befindet sich rund zwei Kilometer vom jetzigen Standort entfernt und bietet genug Platz, um den Schulbetrieb übergangsweise aufzunehmen.

Die Grundschule An der Elbe ist übergangsweise in der Carsten-Rehder-Schule gezogen, während das Deutsch-Französische Gymnasium bis zur Fertigstellung des Neubaus am bisherigen Schulstandort im Bestandsgebäude in Lokstedt verbleibt.