WAS ENTSTEHT HIER?
Im Auftrag der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung realisiert SBH | Schulbau Hamburg einen gemeinsamen Oberstufenstandort an der Adresse Schierenberg 50 für die Stadtteilschule Meiendorf und das Gymnasium Meiendorf. Die Neuorganisation des Standortes ist auf Grund des gestiegenen Flächenbedarfs notwendig.
Der Standort beherbergt derzeit eine Pausenhalle, eine Einfeld-Sporthalle sowie zwei Klassengebäude. Künftig sollen hier eine Zweifeld-Sporthalle für beide Schulen und die „Gemeinsame Mitte“ entstehen. Ein Schulgebäude mit Mensa, Aula, Verwaltungsbereich, Fach- und Klassenräumen teilen sich die Stadtteilschule und das Gymnasium zukünftig ebenfalls.
Zunächst wird die bestehende Pausenhalle abgerissen, anschließend werden die “Gemeinsame Mitte” und die Zweifeld-Sporthalle errichtet. Nach Inbetriebnahme der Zweifeld-Sporthalle wird anschließend die Einfeld-Sporthalle abgerissen. Zuletzt werden die Außenanlagen hergerichtet.
DIE NEUBAUTEN IM ÜBERBLICK
Das Schulgebäude „Gemeinsame Mitte“
Das Schulgebäude „Gemeinsame Mitte“ wird viergeschossig und der verbindende Baustein für die beiden Schulen. Die Haupterschließung erfolgt von zwei gegenüberliegenden Seiten, wobei jede Schule ihren eigenen Eingang hat. Die Mensa liegt zentral im Erdgeschoss zwischen den beiden Schulen, nach Süden orientiert und lässt sich um das unmittelbar anschließende Bistro flexibel erweitern. Die Vitalküche soll zukünftig bis zu 1.000 Schülerinnen und Schüler mit frischem Essen versorgen. Das Bistro wiederum soll bei Veranstaltungen, insbesondere durch die Stadtteilschule, auch außerhalb der Mensaöffnungszeiten genutzt werden können. Der Veranstaltungsraum auf der Westseite lässt sich zum angrenzenden Theaterraum öffnen und hat eine direkte Verbindung zu den musischen Räumen. Sowohl Mensa als auch Theater-/Prüfungsraum sind als Versammlungsstätte geplant.
Im 1. Obergeschoss sind die Flächen für die Verwaltung der Stadtteilschule und allgemeine Unterrichtsräume verortet, im 2. und 3. Obergeschoss liegen die Fachräume für Chemie, Kunst, Physik und Biologie.
Zweifeld-Sporthalle
Die Sporthalle ist eingeschossig in Holzbauweise geplant. Am südlichen Rand des Schulhofs fügt sie sich dezent in den Raum zwischen dem zweigeschossigen Hamburger Klassenhaus und dem dreigeschossigen Kreuzbau ein. Über den gemeinsamen Haupteingang wird die Zweifeld-Sporthalle betreten. Der Eingangsflur erschließt die Umkleidebereiche mit Sanitärbereichen beider Schulen sowie Räumen für Lehrkräfte, Aufsicht und Erste Hilfe. Die Sportfelder sind bei Sonderveranstaltungen von hier auch direkt über einen kleinen Flur zu erreichen. In der Regel führt der Weg über die Umkleiden mit gesonderten Turnschuhfluren in die Halle. Technik- und Putzmittelräume sowie die Hausmeisterwerkstatt und der Fitnessraum der Stadtteilschule sind ebenfalls im Baukörper integriert.
Außenanlagen
Das Ziel der Freiraumplanung am Standort Schierenberg 50 ist die Entwicklung eines gemeinsamen Schulhofs für die Stadtteilschule und das Gymnasium. Der neue Schulhof soll als verbindendes Element wirken, das beiden Schulformen gleichermaßen attraktive Nutzungsangebote bietet und deren unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird. Der Schulhof gliedert sich funktional in mehrere Bereiche: Flächen für Sport und Bewegung, ruhige Aufenthaltszonen, informelle Treffpunkte sowie ein „Grünes Klassenzimmer“ als Lern- und Rückzugsort im Freien. Dies schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktivität und Erholung und ermöglicht eine flexible Nutzung der Außenräume durch unterschiedliche Altersgruppen.
Die Schule wird mit Fernwärme beheizt, eine Photovoltaikanlage liefert Strom. Für die Neubauten wird innerhalb des DGNB-Zertifizierungssystems der Standard „Gold“ angestrebt und innerhalb der Zertifizierungssystems Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude der Standard „QNG plus“. Die Maßnahmen werden durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Programm: KfN Kommunen 499) gefördert.
DER AKTUELLE STAND
Die Neugestaltung des Campus erfolgt auf Grundlage einer detaillierten und umfassenden Analyse der räumlichen Anforderungen beider Bildungseinrichtungen sowie der Nutzung der Sportanlagen durch die ansässigen Vereine. Dabei wurden sowohl die pädagogischen Bedürfnisse als auch die infrastrukturellen Voraussetzungen sorgfältig berücksichtigt. Aktuell befindet sich das Projekt in der Übergangsphase zur Leistungsphase 5, in der die Planung weiter konkretisiert und detailliert ausgearbeitet wird
Informationen zum Standort
SCHULE:
Stadtteilschule und Gymnasium Meiendorf
BAUAUFGABE:
Zu- und Ersatzbau von Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräumen, Gemeinschafts-, Sport- und Ganztagsflächen
MIETFLÄCHE:
6.570,07 m²
KOSTEN:
ca. 34,5 Mio. €
Bauzeitraum
2026 - 2030