WAS ENTSTEHT HIER?
Im Rahmen des hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs zur Neugestaltung der Stadtteilschule „In den Reethen“ in Hamburg Neugraben-Fischbek wurde der Entwurf von ppp architekten + stadtplaner gmbh mit arbos landscape GmbH als Sieger ausgewählt. Die Aufgabenstellung umfasste die Planung eines modernen Bildungsstandorts mit integrierter Volkshochschule und Sporthalle, der den Anforderungen an nachhaltiges Bauen, flexible Lern- und Bewegungsräume sowie eine hohe Aufenthaltsqualität im Freiraum gerecht wird.
Der Entwurf überzeugt durch eine klare räumliche Gliederung in drei Baukörper, die städtebaulich markant als „Tor zum Stadtteil“ fungieren und sich harmonisch in das grüne Quartier einfügen.
Die Schule zeichnet sich durch eine natürliche Belichtung und Lüftung sowie ein innovatives Freiraumkonzept aus, das Biodiversität fördert und vielfältige Lern- und Bewegungsräume schafft. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass die Anordnung des ersten Bauabschnitts das Wäldchen vollständig stehen lässt. Die Architektur verbindet Funktionalität, Identitätsstiftung und Wirtschaftlichkeit. Das Preisgericht empfiehlt die Weiterbearbeitung dieses Entwurfs zur Realisierung des zukunftsweisenden Bildungsstandorts.
Das nun abgeschlossene Wettbewerbsverfahren ist ein wichtiger Schritt hin zur neuen Stadtteilschule „In den Reethen“. Bereits zuvor wurde ab 2022 in der so genannten Phase 0 ein Beteiligungsprozess durchgeführt, in dem die zukünftigen pädagogischen Bedarfe erarbeitet wurden. Die Ergebnisse dieser Phase sind in den Arbeitsauftrag für die Architekturbüros im Wettbewerb eingeflossen.
Das ausgewählte Büro wird jetzt die Hinweise des Preisgerichts aufnehmen und den Wettbewerbsentwurf gemeinsam mit der Schule, der BSFB und GMH | Gebäudemanagement Hamburg zu einer genehmigungsfähigen Planung weiterentwickeln. Dabei kann es auch noch zu Anpassungen des Entwurfs kommen.
Visualisierung: ppp architekten + stadtplaner gmbh
DER AKTUELLE STAND
Mit einem Baustart ist im Jahr 2027 zu rechnen, die Fertigstellung inklusive Freianlagen ist für 2030 vorgesehen. Nach aktuellem Stand wird die Stadt rund 50 Millionen Euro in den Standort investieren. Bis zur Fertigstellung werden die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule In den Reethen ab dem Schuljahr 2026/27 im „Reethendorf“, einem Interimsstandort auf freien städtischen Grundstücken Am Aschenland / Geutensweg beschult. Hier entsteht ab dem ersten Halbjahr 2026 eine aufwachsende Anlage aus mobilen Klassenräumen.
Informationen zum Standort
SCHULE:
Stadtteilschule in den Reethen
BAUAUFGABE:
Neubau eines Klassengebäudes einschließlich Dreifeld-Sporthalle und Außenanlagen
PROJEKTFLÄCHE:
Schulgebäude rund 5.880 m², Dreifeld-Sporthalle rund 1.750 m²
KOSTEN:
ca. 50 Mio. €
Bauzeitraum
2027 - 2030
Geplante Fertigstellung
2030