DIE SERIELLE SANIERUNG
Ist ein Bildungsbau in die Jahre gekommen, sind Umbau und Sanierung für uns die erste Wahl um den (energie)-effizienten und nachhaltigen Betrieb zu gewährleisten und die lebenszyklusbasierte Instandhaltung zu gewährleisten. Ziel ist es, den energetischen Anforderungen des Klimaplans (Standard EG-40 bei Neubauten und Standard EG-70 bei Sanierungen) stetig entgegen zu arbeiten. Mit dem Pilotprojekt am Standort Foorthkamp 36 setzt Bildungsbau Hamburg das erste mal die Serielle Sanierung im Hamburger Bildungsbau um.
Die Serielle Sanierung ist eine Methode der energetischen Gebäudesanierung. Hierbei werden vorgefertigte Module für die Fassade oder das Dach (die „Außenhülle“ des Gebäudes), an den Standort geliefert und dort genau passend vor Ort eingebaut. Bei der Hülle handelt es sich um eine Holzkonstruktion mit schon fertig eingebauten Fenstern. Diese Standardisierung spart Zeit, ist effizient und vermeidet Emissionen, da kein Abbruchmaterial entsteht.
Bild 1: Lageplan des Standorts Foorthkamp 36 (KOHLMEYER + KIESLING)
Bild 2: Eines der Klassengebäude am Standort (SBH)
Bild 3: Ein Klassenraum der Fritz-Schumacher-Schule (SBH)
EIN PILOTPROJEKT
Die Klassenhäuser der Fritz-Schumacher-Schule
An der Fritz-Schumacher-Schule erprobt SBH die Serielle Sanierung von Bestandsgebäuden. Der Standort eignet sich als Pilot, da die Klassenhäuser denselben Gebäudetypen aufweisen, der auch an weiteren Hamburger Schulstandorten zu finden ist. Ziel ist es daher, mithilfe des Pilotprojekts Lernerfahrungen zu sammeln und diese an weiteren Schulen umzusetzen.
Mit dem Projekt möchten wir erstmals bei einer Sanierung eine Zertifizierung nach dem DGNB-Goldstandard erreichen. Außerdem erproben wir hier die Methode der „integralen Planung“, bei der die Planungsleistungen wurden stufenweise zusammengeführt werden – eine Besonderheit, die vor allem durch den Holzbau machbar ist. Die Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) hat jüngst das Projekt mit dem dritten Platz beim Hamburger Sanierungspreis für Nichtwohngebäude ausgezeichnet.
An der Fritz-Schumacher-Schule sind folgende Maßnahmen geplant:
- Mit der Sanierung wird der Standard EG-40 der Gebäude erreicht.
- Die Gebäude bekommen eine neue Fassade als Holzbaukonstruktion sowie ein Gründach mit PV-Anlagen.
- Die Wärmeversorgung wird auf Wärmepumpen umgestellt, dabei erfolgt auch eine Erneuerung der Heizflächen.
Gleichzeitig werden wir das Erdgeschoss sowie ein WC barrierefrei gestalten. Im Inneren der Gebäude werden u. a. die Bodenbeläge, die Akustikdecken, die Elektrik sowie die Sanitärbereiche erneuert. Außerdem wird eine Schadstoffsanierung durchgeführt.
Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) – Kommunen – Zuschuss (464) gefördert.
Informationen zum Pilotprojekt
Projekt:
Serielle Sanierung
PILOTSTANDORT:
Fritz-Schumacher-Schule, Foorthkamp 36, 22419 Hamburg
FLÄCHE:
rund 4.300 Quadratmeter Bruttogrundfläche
REALISIERUNGSZEITRAUM
geplant für 2026 bis 2027


