WAS ENTSTEHT HIER?
Hamburg wächst – und mit ihm die Bildungslandschaft. Am Standort Turnierstieg 18/24 realisiert SBH | Schulbau Hamburg im Auftrag der Stadt ein zukunftsweisendes Großprojekt: Die Entstehung eines modernen Doppelschulstandorts.
Am Standort Turnierstieg entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Bildungsstandort mit einer Stadtteilschule und einem Gymnasium. Beide Schulen sollen künftig eigenständig arbeiten, dort wo es pädagogisch sinnvoll ist, aber auch gemeinsame Räume und Synergien nutzen.
Das Grundstück umfasst rund 42.000 Quadratmeter und wurde bisher ausschließlich vom Gymnasium genutzt. Die Gebäude stammen überwiegend aus den 1970er‑Jahren.
DAS PROJEKT IM ÜBERBLICK
Wo bislang das Gymnasium Osterbek beheimatet war, wächst durch eine umfassende städtebauliche Neuordnung ein gemeinsamer Campus für das Gymnasium und die neugegründete Stadtteilschule Osterbek heran.
- Moderner Neubau: Mit Ausnahme der bestehenden Sporthalle werden die alten Strukturen einem hochwertig gestalteten Schulensemble weichen.
- Grüner Campus: Die Planung wird unter besonderer Berücksichtigung des wertvollen, prägenden Baumbestands auf dem 42.000 Quadratmeter großen Areal erfolgen.
- Quartiersöffnung: Auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern entstehen Angebote für eine schulnahe Drittnutzung, um den Standort eng mit der Nachbarschaft in Wandsbek zu vernetzen.
Informationen zum Standort
STANDORT
Turnierstieg 18/24, 22159 Hamburg
SCHULFORM
Gymnasium und Stadtteilschule Osterbek
MIETFLÄCHE
Neubau: 15.404 Quadratmeter, Sport: 1.212 Quadratmeter
GESAMTFLÄCHE
42.000 Quadratmeter
BAUZEIT
voraussichtlich bis 2031
BESONDERHEIT
Integration von 5.000 Quadratmetern für externe Drittnutzung
Titelbild: Übersichtsplan Turnierstieg, © Bildungsbau Hamburg
Bild: Luftbild Planungsgebiet Turnierstieg (Geoportal)
BETEILIGTE
Das städtische Bildungsbauunternehmen SBH | Schulbau Hamburg ist zuständig für alle Bau- und Sanierungsmaßnahmen sowie Bewirtschaftung und Instandhaltung der Hamburger Schulen mit rund 3.000 Gebäuden.
Die Hamburger Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) ist für die staatliche Schulbildung und die Berufsausbildung in Hamburg zuständig. Damit ist sie gemäß Schulgesetz auch verantwortlich für die Schulentwicklungs- und Standortplanung, die als Fachplanung Leitlinien und Vorgaben für die Versorgung mit Schulstandorten macht. Die BSFB bestellt standortbezogen Schulkapazitäten bei SBH und mietet sie nach Fertigstellung vom Sondervermögen Schulimmobilien an.
Das SoV Schulimmobilien in Geschäftsbesorgung vertreten durch die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens und Beteiligungsmanagement mbH, vermietet die rund 350 Schulen an die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSFB) und 30 berufsbildende Schulen an das HIBB (Mieter-Vermieter-Modell). Die Schulimmobilien umfassen sämtliche für schulische Zwecke genutzte Grundstücke und Gebäude der staatlichen und beruflichen Schulen. Die Grundstücksfläche aller allgemeinbildenden und beruflichen staatlichen Schulen beträgt etwa neun Millionen Quadratmeter, die bewirtschaftete Gebäudefläche rund drei Millionen Quadratmeter.
Der Bezirk Hamburg-Wandsbek ist einer von sieben Bezirken der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Nordosten Hamburgs gelegen, ist Wandsbek der einwohnerstärkste Bezirk der Hansestadt mit über 450.000 Einwohnern. Heute ist der Bezirk u.a. geprägt von einer Mischung aus ehemaligen Dörfern, Villenvierteln und den ab den 1950er Jahren neu entstandenen Wohngebieten.
Der Fokus der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen liegt auf der Gestaltung des urbanen Lebensraums und der Sicherung von angemessenem Wohnraum.
Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft ist die Hamburger Fachbehörde, die sich um die ökologischen Lebensgrundlagen und die nachhaltige Infrastruktur der Hansestadt kümmert. Sie fungiert als Ministerium für alle Themen rund um den Natur- und Ressourcenschutz.
WEITERFÜHRENDE PROJEKTBESCHREIBUNG
AKTUELLE NUTZUNG
UND ERSTE MASSNAHMEN
Im Sommer 2024 wurde die Stadtteilschule Osterbek vorübergehend in freien Flächen des Bestandsgebäudes untergebracht. Um den kurzfristigen Raumbedarf zu decken, ist im ersten Bauabschnitt der Neubau eines Schulgebäudes für die Stadtteilschule vorgesehen.
Mittelfristig soll der gesamte Standort so entwickelt werden, dass er Platz für ein 4‑ bis 5‑zügiges Gymnasium und eine ebenso große Stadtteilschule bietet. Dabei entstehen auch gemeinschaftlich genutzte Bereiche wie eine Mensa, ein Foyer und eine Pausenhalle.
Das zukünftige Gebäudekonzept und der Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz werden derzeit im Rahmen des sogenannten Mieter‑Vermieter‑Modells ausgearbeitet.
Bild: Übersichtsplan Ist-Situation Turnierstieg (Bildungsbau Hamburg)
PÄDAGOGISCHE KONZEPTE
UND RAUMPROGRAMM
Für beide Schulen liegen bereits pädagogische Konzepte vor. Darauf aufbauend wurde Anfang 2024 die sogenannte Phase Null abgeschlossen. Ergebnis dieses Prozesses ist ein differenziertes Raumprogramm für zwei eigenständige Schulen mit klar definierten Schnittstellen für die gemeinsame Nutzung. Dieses Programm bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung des Standorts.
Die planerische Kernaufgabe liegt darin, das Raumprogramm in eine Struktur zu überführen, die individuelle Schulidentitäten mit den Synergien eines Doppelstandorts vereint. Zentrales Element ist die „Back-to-back“-Verbindung: Über flexible „Brückenräume“ lassen sich Klassenzimmer bedarfsgerecht zwischen den Schulen aufteilen.
Das Herzstück bilden die gemeinschaftlichen Funktionsbereiche:
- Forum & Aula: Als zentraler Begegnungsort verbindet das Forum die separat erschlossenen Eingangsbereiche.
- Multifunktionalität: Mit 376 Plätzen, einer Bühne und der zuschaltbaren Fläche des benachbarten Theaterraums dient das Forum sowohl dem täglichen Ganztagsbetrieb als auch Musik- und Theateraufführungen beider Schulgemeinschaften.
Durch diese Verschränkung von eigenständiger Erschließung und gemeinschaftlicher Flächennutzung (Mensa, Forum) entsteht ein großzügiger, hochflexibler Bildungscampus.
ZIEL DER STÄDTEBAULICHEN
MEHRFACHBEAUFTRAGUNG
Zur Klärung der vielschichtigen Fragestellungen wird aktuell eine städtebauliche Voruntersuchung durchgeführt, die in enger Abstimmung zwischen den drei ausgewählten Planungsbüros mit entsprechender Expertise und dem Beratungsgremium erfolgt.
ZIEL DES PROJEKTS
Mit dem Projekt am Turnierstieg entsteht ein zukunftsfähiger Schulcampus, der moderne Lernumgebungen, nachhaltige Bauweisen und pädagogische Innovation vereint. Ziel ist es, optimale Voraussetzungen für Lehren und Lernen zu schaffen – heute und für kommende Generationen.
INTEGRIERTE PROJEKTABWICKLUNG (IPA)
IPA VERSTEHEN:
GEMEINSAM ZUM PROJEKTERFOLG
Das IPA-Modell kurz erklärt – Für das anspruchsvolle Neubauprojekt am Turnierstieg in Farmsen-Berne setzt Bildungsbau Hamburg auf ein zukunftsweisendes Konzept: die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Statt nacheinander zu arbeiten, rücken hier alle Beteiligten von der ersten Minute an eng zusammen.
Was macht den Turnierstieg zum „Allianz-Projekt“?
Beim Bildungsstandort Turnierstieg bilden Planende, Baufirmen und Schulbau Hamburg eine Projekt-Allianz. Das bedeutet:
- Geteilte Verantwortung: Alle Partner verfolgen dasselbe Ziel – einen modernen, funktionalen Schulstandort. Erfolg wird gemeinsam gemessen, Risiken werden gemeinschaftlich getragen.
- Wissen bündeln statt abwarten: Die ausführenden Firmen sitzen bereits in der Planungsphase mit am Tisch. So fließen bautechnische Expertise und praktische Erfahrung direkt in die Entwürfe ein, bevor der erste Spatenstich erfolgt.
- Schnelligkeit durch kurze Wege: Durch die enge Verzahnung werden langwierige Abstimmungsschleifen und Missverständnisse zwischen Büro und Baustelle vermieden. Das sorgt für eine deutlich effizientere Umsetzung des Neubaus.
- Transparenz für Wandsbek: Die partnerschaftliche Zusammenarbeit führt zu einer höheren Termintreue und Qualität – damit die neuen Bildungsangebote im Quartier verlässlich realisiert werden.
Das Ergebnis: Durch das IPA-Modell wird der Turnierstieg nicht nur gebaut, sondern partnerschaftlich in einer Co-Location entwickelt. Das Verständnis für die Bedürfnisse der jeweils anderen Disziplinen schafft die nötige Handlungsfähigkeit, um diesen komplexen Schulstandort modern und zeitnah fertigzustellen.
Bild: Briefing: IPA als aktuelles Projektabwicklungsmodell (Bönker/Schüler)
NEUE WEGE IM BILDUNGSBAU: DAS PILOTPROJEKT TURNIERSTIEG UND DAS IPA-MODELL
Auf dem 42.000 Quadratmeter großen Areal am Turnierstieg entstehen bis Ende 2031 moderne Bildungs- und Sporteinrichtungen bei laufendem Schulbetrieb. Aufgrund der hohen logistischen Komplexität setzen wir auf die Integrierte Projektabwicklung (IPA). Ein projektbezogener Eignungscheck sowie bewährte Best Practices bestätigen, dass dieses Modell perfekt zu den Anforderungen des Campus passt und eine verlässliche Umsetzung garantiert.
PARTNERWAHL AUF AUGENHÖHE: SO FINDEN
WIR DAS IDEALE TEAM FÜR DEN TURNIERSTIEG
Um das anspruchsvolle Neubauprojekt am Turnierstieg erfolgreich umzusetzen, bricht SBH bei der Partnerwahl bewusst mit konventionellen Mustern. Statt einer reinen Preisbewertung steht bei unserem mehrstufigen Vergabeverfahren die inhaltliche und menschliche Passgenauigkeit im Vordergrund.
Unsere Schwerpunkte im Auswahlprozess:
- Kompetenzen: Wir priorisieren fachliche Tiefe und methodische Expertise. Dabei sind fundierte Erfahrungen in Lean-Management und Building Information Modeling (BIM) für uns essenzielle Auswahlkriterien. Wir verstehen die Allianz als lernendes System: Die Partner*innen bringen ihre Stärken aktiv ein, um sich in diesen Schlüsseltechnologien gegenseitig zu unterstützen und das methodische Niveau des gesamten Projektteams kontinuierlich zu heben.
- Gemeinsames Projektverständnis: Wir suchen Partner, die den Erfolg des Gesamtprojekts über Einzelinteressen stellen und unsere Vision einer gemeinschaftlichen Projektrealisierung teilen.
- Kollaborationsfähigkeit als Eignungstest: Ein zentrales Element ist unser Assessment-Center. Hier zeigen die Bewerberinnen und Bewerber praxisnah, wie sie in Stresssituationen kooperieren und ob sie die nötige Motivation für das Modell der Integrierten Projektallianz (IPA) mitbringen.
Gemeinsames Fundament: Für eine echte Allianz braucht es Vertrauen auf beiden Seiten. Deshalb haben wir uns bei SBH Seite an Seite mit unseren externen Partnern dem Team-Check gestellt. Uns ist wichtig, dass nicht nur die Expertise, sondern auch das Miteinander und unsere Arbeitsweisen von Anfang an eine gemeinsame Sprache sprechen.
DAS FUNDAMENT UNSERER ZUSAMMENARBEIT:
DER MEHRPARTEIEN-VERTRAG (MVP)
Um die partnerschaftliche Kooperation am Turnierstieg über die gesamte Laufzeit abzusichern, bildet ein einheitlicher Mehrparteien-Vertrag das rechtliche und operative Herzstück. Anders als bei konventionellen Bauprojekten unterzeichnen alle Allianzpartner identische Bedingungen, was Silodenken verhindert und die Grundlage für echte Synergien schafft.
Die zentralen Säulen dieses Allianzmodells sind:
- Gemeinsame Zieldefinition: Erfolg wird am Turnierstieg kollektiv definiert. Alle Partner legen die Projektziele und deren Erfolgskriterien gemeinsam fest, sodass alle Beteiligten konsequent an einem Strang ziehen.
- Integriertes Vergütungsmodell: Wir etablieren ein transparentes System der Selbstkostenerstattung. Auf Basis fixierter Zielkosten fließen Gewinne und Risiken in einen gemeinsamen Chancen- und Risikopool („Pain-and-Gain-Mechanismus“). Der wirtschaftliche Erfolg des Einzelnen ist somit direkt an den Gesamterfolg des Projekts gekoppelt.
- Gelebte Zusammenarbeitskultur: Über das Vertragliche hinaus verpflichten sich alle Partner in einer Projektcharta zu gemeinsamen Werten. Diese Charta dient als moralischer Kompass für das tägliche Miteinander und stärkt eine offene, lösungsorientierte Teamkultur.
Durch diese Struktur wandeln wir individuelle Interessen in eine gemeinsame Verantwortung um – für eine termingerechte und qualitativ hochwertige Umsetzung des Bildungsstandorts Turnierstieg.
TERMINE & VERGABEN
TERMINE UND VERGABEN
In folgenden Vergabeverfahren können Sie sich derzeit bewerben:
Funktionspostfach:
vergabeipaturnierstieg@sbh.hamburg.de
Bekanntmachung:
Markterkundung durch Vorinformation
https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/246875-2026
Wir bieten Ihnen drei Zeitfenster für die Durchführung des Gesprächs an, die jeweils via Microsoft Teams stattfinden:
Termin 1: Dienstag, 19. Mai 2026 | 16:00 – 18:00 Uhr
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/32198038768924?p=EZgixsr3C2SbemkMPB
Besprechungs-ID: 321 980 387 689 24
Passcode: yN6Jn94T
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Termin 2: Donnerstag, 21. Mai 2026 | 16:00 – 18:00 Uhr
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/31440698451841?p=UwLuEHRjyukDurtrc9
Besprechungs-ID: 314 406 984 518 41
Passcode: Zz2Qb3Uz
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Termin 3: Dienstag, 26. Mai 2026 | 15:00 – 17:00 Uhr
Teilnehmen: https://teams.microsoft.com/meet/3255770971657?p=QsFY6SJCAM0FaJjRzi
Besprechungs-ID: 325 577 097 165 7
Passcode: mz2CJ7wn
Insgesamt werden sechs Vergabeverfahren durchgeführt.
Die Veröffentlichung der Vergabeverfahren erfolgt zeitlich gestaffelt im Zeitraum von KW 19 bis KW 23:
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VgV VV – IPA Turnierstieg erw. TWP
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 08.06.2026, 14:00 Uhr
Bekanntmachung SBH VOB VV 234-26 LL – IPA Turnierstieg – erw._Rohbau
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 09.06.2026, 10:00 Uhr
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VgV VV 057-26 MR – IPA Turnierstieg erw. TGA
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 15.06.2026, 14:00 Uhr
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VgV VV 056-26 AO – IPA Turnierstieg erw. Objektplanung
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 18.06.2026, 14:00 Uhr
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VOB VV 236-26 LL – IPA Turnierstieg Ausführung Ausbau
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 30.06.2026, 10:00 Uhr
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VOB VV 235-26 CR – IPA Turnierstieg Ausführung Technische Ausrüstung
Hier der Link: eVergabe 4.9 – Details Einreichfrist endet am 23.06.2026, 10:00 Uhr
Bekanntmachung veröffentlicht: SBH VgV VV 063-26 MR IPA Turnierstieg Wirtschaftsprüfer
Veröffentlichung bis 05.06.2026
TERMINE
Planen und Bauen im IPA-Phasenmodell und Mehrparteienvertrag
Phase 0 Auswahl der Projektpartner: 2026
Phase 1 Validierung: 2027
Phase 2 Entwicklung der Bauaufgabe und der Zielkosten: 2027 – 2028
Phase 3 Realisierung: 2028 – 2031