Unter dem Dach der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) kümmern sich die Unternehmen SBH | Schulbau Hamburg und GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH gemeinsam als Bildungsbau Hamburg um die Bildungsimmobilien der Stadt. Wir schaffen für Bildung die bestmögliche Umgebung und tragen gleichzeitig zur qualitativen Entwicklung der Quartiere in Hamburg bei. Für die Realisierung der Immobilienstrategie des Senats versteht sich Bildungsbau Hamburg als Immobiliendienstleister für Bau und Bewirtschaftung des Hamburger Bildungsbauportfolios der FHH sowie als Problemlöser in allen zugehörigen immobilienwirtschaftlichen Fragestellungen. In den Downloads unten auf der Seite finden Sie die Jahresabschlüsse 2024 des Landesbetriebs SBH | Schulbau Hamburg und des öffentlichen Unternehmens GMH | Gebäudemanagement Hamburg GmbH.
In den kommenden Jahren wird das Aufgabenportfolio von Bildungsbau Hamburg weiter anwachsen. So wie wir den gesamten Lebenszyklus unserer Gebäude begleiten, begleiten unsere Gebäude die Menschen in Hamburg ihr gesamtes Leben lang – von der Kita bis zur Hochschule.
Drei Produktsäulen bilden dabei das operative Fundament der Hamburger Bildungsbaugruppe:
Hier wird gelernt und diskutiert, hier finden Bildung und Begegnung statt: Schulen sind heute mit Leben gefüllte Orte, die den ganzen Tag über von vielen Nutzergruppen für die verschiedensten Zwecke besucht werden. Unsere Säule Schulbau stützt sich auf ein etabliertes Mieter-Vermieter-Modell, auf Grundlage dessen wir rund 3.000 Gebäude in ganz Hamburg bewirtschaften. Außerdem kümmern wir uns um alle Bau- und Sanierungsmaßnahmen, in die die FHH allein im Jahr 2024 rund 564 Millionen Euro investiert hat.
Als konzeptueller Vordenker und Realisierer liefert GMH Ideen, Impulse und jede Menge fachliche Expertise, wenn es darum geht, gemeinsam mit den Hochschulen die besten Räume für kluge Köpfe zu schaffen und zu managen. Wir sind ein verlässlicher Sparringspartner, der bauliche Aufgaben und Abstimmungen übernimmt und als effiziente Schnittstelle zu Expertinnen und Experten aus Architektur und Planung fungiert.
Mit unseren Schulsporthallen und bezirklichen Sportstätten bilden wir das infrastrukturelle Rückgrat für eine gesunde und aktive Stadt. Ob Schulturnen oder Vereinstrainings, Spitzensport oder Wettkämpfe – immer mehr unserer Gebäude sind so gestaltet, dass sie allen Nutzerinnen und Nutzern optimale Bedingungen bieten. Wir nehmen – in Abstimmung mit den Bezirken und dem Hamburger Sportbund – schon bei der Planung die verschiedenen Nutzergruppen in den Blick, damit sich in unserer Stadt so viele Menschen wie möglich gut bewegen können.
GRUSSWORTE ZUM JAHRESABSCHLUSS
2024: Stark, stabil, strategisch
Wir haben auch im vergangenen Jahr wieder massiv in Hamburgs Bildungs- und Sportinfrastruktur investiert – und diesen Kurs werden wir weiter fortsetzen: Allein in das Schulbauprogramm fließen bis 2030 weitere drei Milliarden Euro. Auch der Hochschulbau und die Sportimmobilien werden weiterhin von Investitionen profitieren. Mindestens sechs Milliarden Euro sollen in den nächsten beiden Dekaden in die Bestandsgebäude der Hamburger Hochschulen fließen. Das städtische Investitionsvolumen in die Sportinfrastruktur wird bis 2030 bei deutlich über einer Milliarde Euro liegen.
Mit diesen Weichenstellungen sichern wir strategisch die Position Hamburgs als attraktive Lern-, Wissenschafts- und Sportstadt und füllen die Auftragsbücher der regionalen Bau- und Handwerksbetriebe.
All diese Anstrengungen passieren aktuell weiterhin vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen bauwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Materialknappheit und auch die Baupreisentwicklung haben sich im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas entspannt, dennoch sind es nach wie vor herausfordernde Zeiten für den Bausektor.
Umso wichtiger ist es, dass wir gute Ideen Wirklichkeit werden lassen: Beispielhaft dafür steht das Thema serielles Bauen, das SBH und GMH vorantreiben. So haben wir jüngst unser erfolgreiches Hamburger Klassenhaus für die Nutzung als Kita weiterentwickelt und außerdem in den vergangenen Monaten einen vollkommen neuen Gebäudetyp vorgestellt – das Hamburger Hochschulhaus. Das erste Beispiel wird die Norddeutsche Akademie für Finanzen und Steuerrecht Hamburg (NoA) sein, die wir in Holzhybrid-Bauweise realisieren werden. Standardisiert, aber mit viel Raum für individuelle Gestaltung anhand der jeweiligen Nutzerbedarfe. Die Fertigstellung ist derzeit für Herbst 2028 geplant.
Unsere Bildungsbau-Unternehmen SBH und GMH sind und bleiben einer der zentralen Motoren für die Bauwirtschaft. Ich bedanke mich bei allen Mitarbeitenden herzlich für das große Engagement in den vergangenen Monaten!
Finanzsenator Dr. Andreas Dressel
Vorsitzender von Verwaltungs- und Aufsichtsrat
Den Bildungsbau erfolgreich voranbringen!
Schön, dass Sie sich die Zeit nehmen, unsere Bildungsbau-Bilanz des letzten Jahres zu lesen.
Trotz aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen in der Bau- und Energiebranche konnten wir im Schulbau in den vergangenen vier Jahren eine durchschnittliche jährliche Umsatzsteigerung von elf Prozent realisieren. Diese Entwicklung bestätigt sowohl die stabile Nachfrage nach unseren Leistungen als auch unsere Positionierung als verlässlicher Partner im Bau und der Bewirtschaftung von Schulen.
Die Jahresergebnisse der gesamten Bildungsbaugruppe werden erwartungsgemäß durch die steigende Zinslast sowie durch die anhaltend hohen Energie- und Materialpreise belastet. Bereinigt um den Marktfaktor zeigt das operative Ergebnis (EBIT) von SBH jedoch eine deutlich positive Entwicklung, was die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Kerngeschäfts unterstreicht.
Bei SBH ist es uns außerdem gelungen, den erheblichen Kostendruck der letzten vier Jahre maßvoll abzufedern. Dies zeigt, dass unsere Strukturen und Prozesse effizient sind und wir unsere Ressourcen zielgerichtet einsetzen.
Das Jahresergebnis bei GMH ist durch einige wenige Großprojekte zweifellos belastet, jedoch ist mit der Diversifizierung des Portfolios eine langfristige, tragfähige Geschäftsentwicklung initiiert. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Übernahme der ehemals bezirklichen Sporthallen in die Bewirtschaftung der Säule Sport. Die guten Ergebnisse, die diese Säule bei einer ersten Befragung der Nutzer und Bedarfsträger erzielt hat, zeigen, dass wir uns hier auf dem richtigen Weg befinden.
Die aktuellen Bedarfsprognosen für Schulen und Hochschulen – getrieben durch Bevölkerungswachstum, Verdichtung urbaner Räume und steigende Anforderungen an Bildungsinfrastruktur – bestätigen eine solide und nachhaltige Ertragsperspektive für uns als öffentlichen Immobiliendienstleister für Schule, Sport und Hochschule. Eine gute Bildungsinfrastruktur ist und bleibt substanziell für die Stadt Hamburg.
Auch unser Personalbestand wird vom demografischen Wandel geprägt. Die altersbedingten Abgänge sowie natürliche Fluktuation verlaufen jedoch planbar und strukturiert, sodass wir weiterhin verlässlich handlungsfähig bleiben. Gleichzeitig verzeichnen wir einen Bewerbungsanstieg von bis zu 50 % gegenüber dem Vorjahr, was unsere Attraktivität als Arbeitgeber in einem umkämpften Arbeitsmarkt widerspiegelt.
Bei SBH wurden im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 110 Schulbauprojektabnahmen realisiert – ein Anstieg gegenüber 99 Abnahmen im Vorjahr. Bei GMH wurden im vergangenen Jahr 24 Schulbauprojekte realisiert. Dies verdeutlicht die kontinuierliche Nachfrage nach unseren Leistungen sowie die Qualität unserer Projektabwicklung.
Die zweijährlichen Kundenbefragungen im Schulbau zeigen seit 2018 ein konstant positives Bild hinsichtlich Qualität, Termintreue, Nutzerzufriedenheit und Prozessklarheit. Dieses Feedback bestätigt unsere Ausrichtung und die enge Abstimmung mit unseren Auftraggebern.
Insgesamt zeigt sich, dass wir uns durch kontinuierlich hohe Projektbestände, verlässliche Neuzugänge sowie stabile wirtschaftliche Kennzahlen nachhaltig als professioneller und zuverlässiger Partner im Bau von Bildungs- und Sportinfrastruktur verankern.
Unsere Erfolgsgeschichten beruhen auf guten Partnerschaften: Ob bei der Herausbildung modularer Bauten, der Modellentwicklung im Hochschulbau oder der Übernahme von bezirklichen Sporthallen in unser Portfolio – wir erreichen diese Ziele, weil wir gemeinsam handeln und mit- und voneinander lernen.
Unser äußerer Erfolg beruht auf innerer Stärke: Unsere Mitarbeitenden geben Tag für Tag ihr Bestes für eine Bildungs- und Sportinfrastruktur, die den Menschen in dieser Stadt zugutekommt – heute und in Zukunft.
Mandy Herrmann und Jens Kerkhoff
Geschäftsführung von Bildungsbau Hamburg